Der Spatz
Warum er verschwindet – und wie du ihm helfen kannst


Der Haussperling (Spatz) gehört zu den bekanntesten Gartenvögeln in Deutschland.
Typisch für Spatzen:
- leben in Kolonien mehrerer Paare
- Nisten gerne an Gebäuden unter der Dachschräge oder in Nistkästen
- sind sehr Standorttreu
Ausgewachsene Spatzen ernähren sich hauptsächlich von:
- Weizen
- Hafer
- Gerste
- andere Samen und Körner
Jungvögel allerdings brauchen Insekten – keine Samen
- sie werden fast ausschließlich mit Insekten gefüttert
- ihr Verdauungssystem kann Samen noch nicht verwerten
- außerdem sind die Proteine der Insekten wichtig
Insekten werden immer knapper
Das Insektensterben in Deutschland, das in den letzten Jahren beobachtet werden konnte beeinträchtigt die Aufzucht der Jungen im Frühjahr daher stark.
Laut einer Langzeitstudie von Hallmann et al. aus dem Jahr 2017 ist die Biomasse fliegender Insekten in Deutschland seit 1989 um mehr als 75 % zurückgegangen.
Quelle: Hallmann et al., PLOS ONE (2017)
So machst du deinen Garten spatzenfreundlich
Die gute Nachricht:
Du kannst aktiv etwas verändern – oft mit einfachen Mitteln.
✅ 1. Insekten fördern
- Wildblumen statt Rasen
- keine Pestizide
- „wilde Ecken“ zulassen
✅ 2. Nistplätze schaffen
- Nistkästen in Gruppen anbringen (Spatzen lieben Gesellschaft)
- ideal an Hauswänden oder unter Dachvorsprüngen
✅ 3. Natürliche Strukturen
- Hecken, Sträucher, Rankpflanzen
- Laub und Totholz nicht komplett entfernen
✅ 4. Wasser anbieten
- Vogelbad oder flache Schalen
- besonders im Sommer wichtig
🏡 Fazit: Ein lebendiger Garten macht den Unterschied
Der Spatz ist ein perfektes Beispiel dafür, wie stark unser Garten die Natur beeinflusst.
Ein naturnaher Garten bedeutet:
- mehr Insekten
- mehr Vögel
- mehr Leben
